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Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte wurde am 16. November 1924 als erster Dachverband der schwäbisch-alemannischen Fastnacht in Villingen gegründet. Gründungsmitglieder waren 13 Narrenzünfte und -vereine aus Bräunlingen, Donaueschingen, Elzach, Haslach, Hüfingen, Laufenburg, Oberndorf, Offenburg (Althistorische Narrenzunft Offenburg), Rottweil, Schramberg, Stockach, Villingen und Waldshut. Die Gründung erfolgte zunächst unter dem Arbeitstitel Gauverband badischer und württembergischer Narrenzünfte; der Name Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte wurde erst auf der Hauptversammlung am 30. November 1930 in Oberndorf beschlossen. Unsere Vereinigung besteht heute aus 69 Mitgliedszünften aus dem süddeutschen Raum und der Schweiz und ist in 8 Fasnetslandschaften eingeteilt.
Die Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte befindet sich seit dem 06. Januar 1998 unter der Domain http://www.vsan.de im Netz.
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Der Narrenschopf ist ein Museum in Bad Dürrheim, das sich mit dem Brauchtum der schwäbisch-alemannischen Fastnacht beschäftigt.
Der Narrenschopf wurde am 5. Mai 1973 eröffnet. Er ist in drei
halbkugelförmigen Solebehältern der ehemaligen Rottweiler Saline aus der Zeit um 1830 untergebracht. Ausgestellt sind vor allem Narrenkleider (Häser) und Gesichtsmasken (Larven) der Narrenzünfte, die Mitglied in der Vereinigung
Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte (VSAN) sind. Der Narrenschopf ist das bedeutenste Museum der schwäbisch-alemannischen Fastnacht. Über 300 lebensgroße Fastnachtsfiguren aus den acht Landschaften der
Vereinigung Schwäbisch-Alemannischer Narrenzünfte werden gezeigt.
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Eine Reise durch die 5. Jahreszeit
Die schwäbisch-alemannische Fasnacht
Fasnacht und Museum - das klingt wie ein Widerspruch. Schliesslich sind die bunten Formen schwäbisch-alemannischer Narretei ja eben kein verstaubter Plunder aus der Mottenkiste der Vergangenheit, sondern eine quicklebendige Facette südwestdeutscher Gegenwartskultur. Wozu also dennoch ins Museum damit? Die Antwort ist einfach: Weil das närrische Treiben landauf landab, um den Reiz des besonderen nicht zu verlieren, auf wenige Tage im Jahr beschränkt bleibt, erschliesst sich den Aktiven wie dem Publikum immer nur ein begrenzter Ausschnitt davon. Um die ganze Vielfalt des fasnächtlichen Mummenschanzes im schwäbisch-alemannischen Raum "live" und "vor Ort" mitzuerleben, würde ein Menschenalter nicht ausreichen. Wer sich trotzdem außerhalb der Fasnachtszeit als Maskenträger, Zunftmitglied, Zuschauer, Feriengast oder Tourist einen Gesamteindruck von dem verschaffen will, was die praktizierenden Narren als ihre "höchste Feiertäg" bezeichnen, der findet in den Fasnachtsmuseen, was er sucht: Hier sind die Maskengestalten, die "althistorischen Aristokraten" aus den Hochburgen ebenso wie die jüngeren, erst vor wenigen Jahrzehnten aus der Taufe gehobenen, nach Typen und Landschaften geordnet, versammelt und beschrieben. Hier werden die Brauchformen gezeigt und erklärt, die Traditionen und geschichtlichen Zusammenhänge erläutert und dokumentiert. Erst ein Gang durch die Museen, die von den verschiedenen Narren-Vereinigungen mit viel Idealismus und Sachkenntnis eingerichtet sind, weitet den Blick vom Detail auf Ganze und öffnet die Augen für das, was schwäbisch-alemannische Fasnet in ihrer vollen Breite ausmacht. Der aus der Ferne angereiste Besucher spürt etwas vom Wesen der Landschaft und ihrer Bewohner, und der Einheimische entdeckt, dass seine eigene Fasnet - bei allem Lokalpatriotismus - nicht der Nabel der Welt ist, sonder dass es daneben noch viele andere schöne Fasnachten gibt. Gerade die Museen mit ihren überregionalen Vergleichsmöglichkeiten machen deutlich, wie wenig Fasnacht mit engstirniger Provinzialismus zu tun hat und wie sehr sie grenzüberschreitend, ja gesamteuropäisch geprägt ist. Das närrisch Brauchtum des deutschen Südwesten hat seine fröhliche Farbigkeit stets dadurch erhalten, dass es sich von außen befruchten liess, dass es italienische, tirolische, französische selbst türkische Einflüsse aufnahm und sich offen zeigte für das Fremde, ohne dabei die eigene Identität zu verlieren. Vor allem aber vermitteln die Narrenmuseen im Ländle dies: Schwäbisch-alemannische Fasnet ist mehr als bloßes Ausflippen und schrille Komik, mehr auch als nur Jubel, Trubel, Heiterkeit. Sie ist ein Spiegel von Land und Leuten, ein Stück Identität der Bevölkerung und ein Schlüssel zu den Herzen der Menschen, die hier leben. Prof. Dr. Werner Mezger
Besuchen Sie den Narrenschopf in Bad Dürrheim! Museum der Vereinigung schwäbisch-alemannischer Narrenzünfte
Größtes deutsches Fasnachts- und Maskenmuseum Informatioen unter Telefon 07726/6492 oder
Kulturstiftung der Schwäbisch-Alemannischen Fastnacht
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